Weitere Bücher, die in meinem Verlag erschienen sind:
Dieses Buch schließt eine Lücke. Es führt mit hoher Sachkompetenz in eine der zentralen Fragen unseres Lebens ein: die auf Liebe gestützte Partnerschaft. Die Zukunft der Zweierbeziehungen wird bunter und komplizierter sein, als wir es uns vorstellen können. Warum sollte die Soziologie, eine Lebenswissenschaft, dazu schweigen? Kritische Analyse und Lebenshilfe schließen sich nicht aus.
Der renommierte Autor Prof. Dr. Horst Herrmann lehrt seit über 20 Jahren als Soziologe an der Universität Münster. Er hat zahlreiche Bestseller veröffentlicht und ist Mitglied des PEN.
Horst Herrmann: Liebesbeziehungen – Lebensentwürfe. Eine Soziologie der Partnerschaft, Münster 2005 (3. Aufl.), ISBN 3-933060-03-6, Register, 297 S., Farbcover, br., EUR 15,20.
Dieses umfangreiche Standardwerk des Schweizer Psychologen Reto Wehrli schildert kenntnisreich und fundiert die Vorbehalte gegen diese Form der Populärkultur. Aber nicht nur der Bereich des Heavy Metal wird kritisch untersucht – auch vielfältige Ressentiments und Eingriffe gegen andere Populärmusik und -filme finden Erwähnung.
Zahlreiche seltene Abbildungen und Song-Zitate (deutsch/englisch) runden den positiven Gesamteindruck ab. Eine umfangreiche Bibliographie und eine Diskographie erhöhen den Nutzwert. Jetzt in aktualisierter und erweiterter Neuauflage!
Reto Wehrli: Verteufelter Heavy Metal, Münster 2005, 2. aktualisierte und erweiterte Aufl., ISBN 3-933060-15-X, 741 S., 295 Sw-Abb., br., Farbcover, Bibl., EUR 37,50
"Ab 18" – Band 1
– zensiert, diskutiert, unterschlagen –
Beispiele aus der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland
Der Haupttext von Roland Seim schildert anhand einer illustrierten Fallsammlung berühm-ter wie verdrängter Beispiele die unterschiedlichen Eingriffe in Film, Comic, Musik, Literatur usw. "Pornographie", "Gewaltverherrlichung" oder Extremismus sind einige Gründe für Zensurmaßnahmen, die häufig mit dem Jugendschutz gerechtfertigt werden.
Danach berichten Kulturschaffende wie Prof. Klaus Staeck, Jörg Buttgereit, Ernst Volland, "Die Angefahrenen Schulkinder" u.a. von ihren Erfahrungen mit der Zensur. Abgerundet wird das Buch durch eine Materialsammlung mit Faksimiles von indizierten Medien, Gerichtsurteilen, Index-Listen und eine Adressenliste.
Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.): "Ab 18" – Band 1, 3. Aufl., 321 S., über 150 Abb. und Faksimiles, Bibl., br., Farbcover, Münster 2004 [7. Nachdruck der 3. Auflage von 1995 mit aktuellen Indices], ISBN 3-933060-01-X, EUR 16,95
Der kommentierte Bildband zu "Ab 18"
– zensiert, diskutiert, unterschlagen –
Zensur in der deutschen Kulturgeschichte
– Verbesserte Neuauflage –
Im Mai 2004 erschien der aktualisierte Nachdruck der erweiterten Neuauflage unserer Zensurdokumentation "Ab 18" – Band 2. Ob Video, Internet, Comic, Musik oder Literatur – es gibt wohl keinen Bereich der Populärkultur, in dem nicht mehr oder weniger drastische Zensureingriffe vorkommen. Dieses Buch widmet sich ihnen und zeigt seltene Originaldokumente, Materialien, Urteile, Indices usw. Eine annotierte Bibliographie und ein Anhang mit Internet-Adressen ermöglichen weitere Recherchen.
Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.): Der kommentierte Bildband zu "Ab 18" – zensiert, diskutiert, unterschlagen – Zensur in der deutschen Kulturgeschichte ["Ab 18" – Band 2] – Verbesserte Neuauflage –; ISBN 3-933060-05-2; Münster 2004 (Nachdruck mit aktuellen Verbotslisten), 350 S., über 550 Sw-Abb. und Faks., Farbcover, kt., annotierte Bibl., 24x17 cm, Preis: EUR 25,45
Azra Pourgholam-Ernst:
Das Gesundheitserleben
von Frauen aus verschiedenen Kulturen
Frauen und Gesundheit: Eine empirische Untersuchung zum Gesundheitserleben ausländischer Frauen in Deutschland aus salutogenetischer Sicht
Diese Studie beschäftigt
sich mit der Frage: Wie schaffen es die ausländischen Frauen trotz Stress
und möglichen traumatischen Erlebnissen, gesund zu bleiben und sogar
ein erfolgreiches und ausgeglichenes Leben zu führen?
Diese Frage kommt ursprünglich aus dem salutogentischen Konzept von Antonovsky.
So beschäftigt man sich nicht nur mit einer pathologischen Frage und
krankmachenden Faktoren, sondern auch mit den Faktoren, die den Menschen gesund
erhalten können.
Dies öffnet eine neue Perspektive in der Gesundheitsforschung. Dabei
wurde das Thema Migrantinnen und Gesundheit aus einer neuen Sichtweise betrachtet;
hieraus entnehmen die Ausländerinnen die Möglichkeit der Migration
als eine Chance zur geistigen Entwicklung und die Verwirklichung ihrer Ziele.
Die Autorin:
Azra Pourgholam-Ernst, geb. Azra Pourgholam Hassanalideh in Teheran, studierte
an der Alzahra Universität in Teheran. Verschiedene berufliche Erfahrungen
in dem Bereich klinische Kinderpsychologie und Arbeiten mit behinderten Kindern
folgten. Seit 1989 lebt sie in Deutschland. 1996 Diplomabschluss in Psychologie
an der Ruhr-Universität Bochum. 2001 Promotion an der Universität
Dortmund mit dieser Studie.
Das Buch:
Diese mit dem Prädikat "sehr gut" ausgezeichnete psychologische
Untersuchung erhielt 2002 einen Dissertationspreis der Universität Dortmund
und wurde 2003 mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle
Studien ausgezeichnet.
Azra Pourgholam-Ernst: Das Gesundheitserleben von Frauen aus verschiedenen Kulturen, ISBN 3-933060-06-0, 260 S., Münster 2002, zugl. Diss., Univ. Dortmund 2001, EUR 20.-
Beate Stricker:
Individuelle
Solidar-Kreise -
Entwurf einer alternativen Gesellschaftsordnung
Diese Studie behandelt
zunächst die Chancen und Bedingungen vor-moderner und moderner Gesellschaften,
stellt innovative Gesellschaftsformen vor und entwickelt schließlich
einen alternativen Entwurf der sog. Individuellen Solidar-Kreise, die z.B.
Selbsthilfenetze, Tauschringe, Bürgerarbeit und andere Konfliktlösungsmodelle
enthalten.
Die Autorin Beate Stricker, geb. am 18.5.1966 in Marburg, erwarb 1991 ihr
Diplom in Pädagogik in der Studienrichtung Sozialpädagogik. Nach
Tätigkeiten als Sozialpädagogin machte sie sich 2000 mit ihrer Firma
www.chiave.de selbstständig. 2001 promovierte sie mit dieser Arbeit am
Institut für Soziologie der Universität Münster zum Dr. phil.
Beate Stricker: Individuelle Solidar-Kreise - Entwurf einer alternativen Gesellschaftordnung, Münster 2002, zugl. Diss. phil., Univ. Münster 2001 (2. Aufl. 2004), Farbcover, Bibl., 212 S., ISBN 3-933060-07-9, EUR 20.-
Horst Herrmann:
Begehren,
was man verachtet
Männer haben Angst vor Frauen
"Titel und Untertitel
dieses Buches lassen viele den Kopf schütteln. Harte Männer meinen,
das fehlte ihnen gerade noch, Angst vor den "Weibern" zu haben.
Und Frauen sagen, still oder laut, umgekehrt sei es richtig: Männer machen
uns Angst, Tag für Tag. Sie geben vor, uns zu lieben, doch sie verachten
uns - und kommen doch nicht los. Wenn jemand ein Fehler der Natur ist, dann
der Mann.
Jetzt schüttle ich den Kopf und sage nein. So angepaßt sind sie
alle, daß sie nicht einmal mehr merken, wie die Dinge liegen. So zugerichtet
ist ihr Denken und Fühlen. Gewiß stimmt manches an dem, was sie
sagen. Männer jagen oft Angst ein, werden laut, schrill, gewalttätig.
Aber warum das so ist, wird weniger laut gefragt und schon gar nicht gesagt.
Das hat mich geärgert. Offensichtlich soll etwas verdrängt werden.
Aber was? Die Angst der Männer vor den Frauen. Die Tragik, begehren zu
müssen, was man verachtet (H. de Montherlant)."
Der renommierte Autor Prof. Dr. Horst Herrmann lehrt seit über 20 Jahren
als Soziologe an der Universität Münster. Er hat zahlreiche Bestseller
veröffentlicht und ist PEN-Mitglied.
Horst Herrmann: Begehren, was man verachtet - Männer haben Angst vor
Frauen, Münster 2004 (2. Aufl.),, ISBN 3-933060-09-5, 205 S., Farbcover,
kt., EUR 12,-
Veronika Spogis:
Strategien
für die Chancengleichheit
Möglichkeiten von Weiterbildung am Beispiel weiblicher
Führungskräfte
Trotz aller Errungenschaften
im Bereich der Gleichberechtigung zeigt das Beispiel der Frauen in Führungspositionen,
dass die Geschlechterspaltung nicht aufgehoben ist. Vor allem in den einfluss-
und entscheidungsreichen Positionen der Arbeitswelt sind Frauen so gut wie
gar nicht vertreten, so dass die Fragen zur Gestaltung von Arbeit, Leben und
Zukunft nach wie vor von Männern in ihrem Sinn und nach ihren Vorstellungen
bestimmt werden.
Ziel des Buches ist es, aktuelle Konzepte und Entwicklungen zur Förderung
der Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz aufzuzeigen
und ihre Möglichkeiten und Grenzen zu verdeutlichen. Darüber hinaus
wird anhand von drei Weiterbildungsbeispielen der Frage nachgegangen, inwieweit
berufliche Weiterbildung vor diesem Hintergrund zur Erhöhung des Anteils
von Frauen in Führungspositionen beitragen kann.
Veronika Spogis: Strategien für die Chancengleichheit:
Möglichkeiten
von Weiterbildung am Beispiel weiblicher Führungskräfte;
Münster 2003 (2. Aufl.), ISBN 3-933060-10-9, 160 S., br.,
Bibliogr., EUR 14,-
Martina Hoffschulte:
"Deutsche
Hörer!"
Thomas Manns Rundfunkreden (1940 bis 1945) im Werkkontext
Mit einem Anhang: Quellen und Materialien
Thomas Manns
Rundfunkansprachen wurden während des Zweiten Weltkrieges in regelmäßigen
Abständen insgesamt 58mal durch die British Broadcasting Corporation
nach Deutschland übermittelt. Die Radioreden sind die entschiedensten
und kompromißlosesten Äußerungen Thomas Manns zu Fragen des
Zeitgeschehens. Erklärtes Ziel der Botschaften war es, die deutschen
Hörer zum Widerstand gegen Hitler und den Nationalsozialismus aufzurufen.
Abgesehen von einer journalistischen Diplomarbeit (Konstanz 2001) gibt es
bisher zu Thomas Manns Radiosendungen keine eingehende Untersuchung. Sie wird
hier vorgelegt. Die Arbeit bietet Kommentar und Analyse. Archivstudien im
Thomas-Mann-Archiv Zürich führten zum Nachweis zahlreicher publizistischer
Quellen (Zeitungs- und Zeitschriftenartikel), die einen Blick in die 'Werkstatt'
des Rundfunkredenschreibers Thomas Mann ermöglichen.
Studien im Deutschen Rundfunkarchiv Frankfurt/M. haben Sendefahrpläne
der BBC zutage gefördert. Nach einer Betrachtung der unmittelbaren Kontexte
der Reden, der Exilsituation und der Abhängigkeit von der Rundfunkbehörde,
werden Thomas Manns Faschismuseinschätzung und seine Gegenüberstellung
Hitlers als "Feind der Menschheit" und Roosevelts als "Politiker
des Guten" analysiert. Wichtige Themenkomplexe sind mit den folgenden
Stichworten bezeichnet: Nationalsozialistischer Mißbrauch der Sprache
- "Allokutionen" Thomas Manns, 'Krieg der Semantik' - Zur Schuldfrage
in Deutsche Hörer! - Das Thema des deutschen Widerstandes - Thomas Manns
Idee von Europa - Zur Rezeption. Erhellend sind die Ausblicke auf die beiden
wichtigsten Romane der vierziger Jahre: Joseph der Ernährer und Doktor
Faustus.
Der Vergleich der Propagandaansprachen Deutsche Hörer! mit den Tagebüchern
zeigt, daß "Vereinfachungen" für die massenmediale Öffentlichkeit
gedacht waren, während sich Vorbehalte, Zweifel und Umbewertungen in
den privaten Aufzeichnungen Thomas Manns aufgehoben finden.
Über die
Autorin:
Martina Hoffschulte, geb. 1965 in Schwerte; Studium der Germanistik, Publizistik
und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Magisterexamen 1993 mit einer Arbeit zum Thema "Zur Problematik des Künstlertums
in Thomas Manns frühen Erzählungen". Nach einer Verlagsfortbildung
Tätigkeiten im Verlag und Buchhandel sowie als wissenschaftliche Hilfskraft
am Institut für Deutsche Philologie II der Universität Münster
von 1998 bis 2001. Promotion im April 2003 mit vorliegender Arbeit.
Martina Hoffschulte: "Deutsche Hörer!" - Thomas Manns Rundfunkreden (1940 bis 1945) im Werkkontext; Münster 2004 (2. Aufl.), zugl. Diss. phil., Univ. Münster 2002, Bibl., 475 S., Farbcover, ISBN 3-933060-11-7, br., EUR 36,-
Kolja Steinrötter:
Science and
a Sense of Hope -
Zum Verhältnis
von Wissenschaft und Religion in der Fernsehserie
"Star Trek: Deep Space Nine"
In der Fernsehserie
Deep Space Nine werden Inhalte vermittelt, die eine Brücke schlagen zwischen
den Wissenschaften, der Notwendigkeit zu lernen und zu forschen, und dem Wunsch
der Menschen an etwas zu glauben - an etwas, das ihnen das Gefühl gibt,
die Existenz hätte auch auf längere Sicht einen tieferen, kosmologischen
Sinn.
Das betrifft die zukünftigen Werte und Prioritäten der Menschheit,
aber auch ihr Verhältnis zur Wissenschaft, zur Technik. Und bei Deep
Space Nine auch den religiösen Glauben. Im Star Trek Universe ist die
Einheit der Menschheit und die allmähliche Verschiebung ihrer Prioritäten
durch den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Lebensform erst möglich
geworden.
Ist Deep Space Nine aber ein Produkt der Massenkultur, das tatsächlich
versucht, eine neue Weltsicht zu vermitteln? Wird durch die Darstellung einer
Gruppe von Menschen und Aliens, die mit kosmologischen Fragen konfrontiert
werden, an welchen wir heute verzweifeln oder die wir noch gar nicht stellen
können, versucht, unser Bewusstsein für diese Probleme zu schärfen?
Der Autor versucht in seiner Arbeit, dies zu belegen.
In diesem Zusammenhang ist wichtig darzustellen, wie der allgemeine Zustand
von Wissenschaft und Religion, Bildung und Glauben, aber auch anderen wertevermittelnden
Instanzen - etwa der Erziehung und der Medien - heutzutage ist. Zuletzt soll
die Fernsehserie Deep Space Nine auch als ein Beispiel dienen, wie in den
Medien Werte vermittelt werden können.
Zum Autor: Kolja Steinrötter, * 1974, ist Soziologe (M.A.) und lebt als freier Schriftsteller in Münster. Dies ist die illustrierte Fassung seiner von der Universität Münster mit "sehr gut" benoteten Magisterarbeit.
Kolja Steinrötter: Science and a Sense of Hope - Zum Verhältnis von Wissenschaft und Religion in der Fernsehserie "Star Trek: Deep Space Nine", Münster 2004, ISBN 3-933060-13-3, 196 S., 33 Sw-Abb., Bibliogr., Farbcover, br., EUR 16,-
Elmar Witten:
Optimierungskalküle auf Basis der Ermittlung personalwirtschaftlichen Erfolgs gesamtheitlicher Weiterbildung
Die Problematik der Bewertung der negativen und vor allem der positiven Wirkungen betrieblicher Weiterbildung (Kosten und Erträge/Nutzen) ist aktueller als je zuvor. Immer noch fehlen umfassende theoretische und vor allem praktisch nutzbare Bildungscontrolling-Konzepte zur notwendigen systematischen Planung, Steuerung und Kontrolle der Weiterbildungsaktivitäten.
Der Autor zeigt auf, inwieweit auf dem Personalvermögenskonzept basierende konsequent betriebswirtschaftliche Ansätze den für die betriebliche Personalwirtschaft Verantwortlichen hier unterstützen. Neben dem konzeptionellen Rahmen werden anwendbare Vorgehensweisen und auch Instrumente dargestellt.
Die
in der Untersuchung betrachtete gesamtheitliche Weiterbildung berücksichtigt
neben der Personalvermögenskomponente Qualifikation (´Wissen und
Können´der Mitarbeiter) explizit auch die in den meisten Ansätzen
vernachlässigte Personalvermögenskomponente Motivation (´Einstellungen
und Wollen´der Mitarbeiter). Erst die Einbeziehung auch der Motivation,
individuelle Qualifikationen dem Betrieb zur Verfügung zu stellen, ermöglicht
die gesamtheitliche Abbildung von allem, was die Mitarbeiter - rational wie
emotional - zu leisten vermögen.
Elmar Witten: Ansätze zur Optimierung der betrieblichen Personalvermögensbildung, Münster 2004, zugl. Diss. rer. pol., 300 S., Farbcover, br., ISBN 3-933060-14-1, EUR 28,-
Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.)
Pop- und Rockmusik: zensiert, diskutiert, unterschlagen
Das
Buch ist konzipiert als ausstellungsbegleitendes Katalogbuch zu unserer gleichnamigen
Präsentation. Beides zeigt insbesondere anhand von Originalschallplatten-
und CD-Covern aus den vergangenen fünfzig Jahren, was in der Geschichte
der Rock- und Popmusik entweder Anlass zu öffentlichen Diskussionen gegeben
hat oder sogar zensiert worden ist. Die Präsentation geschieht in den
meisten Fällen durch eine Gegenüberstellung und den Vergleich der
unzensierten mit der zensierten Fassung.
Buch wie Ausstellung sind weiter nach Themen wie Political Correctness, Erotik,
Gewaltdarstellung etc. gegliedert. Hinsichtlich der Musikstile reicht die
Palette von den Anfängen des Rock über Beat, Punk bis hin zu Death
Metal und HipHop der aktuellen Szene.
Viele der Beispiele belegen, wie sich Werte und Grenzen im Laufe der vergangenen
fünfzig Jahre Rock- und Popgeschichte verschoben haben.
Das reich bebilderte Katalogbuch enthält einleitende Essays und ist mit
einem Lexikon der Musikzensur versehen.
Ausstellung und Katalog wurden durch Heinz Kock, Dr. Roland Seim und Dr. Josef Spiegel in Zusammenarbeit mit Studierenden des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Hamburg realisiert, die einige Beiträge zur Verfügung gestellt haben.
Unterstützt wird das Projekt durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh, den Medium Buchmarkt Münster, das Rock`n´Popmuseum Gronau und die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen.
Das
vierfarbige Buch ist im Oktober 2004 erschienen.
Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.): "Nur für Erwachsene" - Pop- und Rockmusik: zensiert, diskutiert, unterschlagen; Münster 2004, 246 S., Farbcover, rund 250 farbige Abb., br., ISBN 3-933060-16-8, EUR 24,80
Ludger Brüning
Wirklichkeit als literarisches Problem
Voraussetzungen
und Formen des Erzählens
bei Adalbert Stifter
Die vorliegende Untersuchung erschließt in einem systematisierenden
Ansatz die inhaltlich wie strukturell zentrale Funktion, die der Wirklichkeitsproblematik
als einem äußerst differenziert und immer wieder in unterschiedlicher
Intensität gestalteten Aspekt von Stifters Erzählen zukommt.
Schwerpunkte der Analyse bilden sowohl die narrativ gestalteten Stadien und Szenarien der individuellen Entwicklung der Vorstellungs-welt als auch die erzählerisch reflektierte Entwicklung des empirisch-rationalen Denkens (wie sie - als letztlich überindividueller Prozeß - etwa in Darstellungen von Entmythisierung und Säkularisierung von Welt erkennbar wird).
Dabei zeigt sich, daß Stifters perspektivistisches Wirklichkeitsverständnis, dem das als Realität Erfaßte letztlich als (vorläufiges) Konstrukt erscheint, über die Polyvalenz der Dinge bis in Grenz-bereiche einer Ästhetik des Schrecklichen vorstößt.
Ludger Brüning: Wirklichkeit als literarisches Problem
- Voraussetzungen und Formen des Erzählens bei Adalbert Stifter; Münster
2005, zugl. Diss. phil., Univ. Münster, 506 S., kt., Bibliogr., Farbcover,
ISBN 3-933060-12-5, EUR 42,50
Hubertus J. Buchheit
Erotische Beziehungen unter dem Aspekt von Yin und Yang
Plädoyer
für eine Religion
ohne Erbsünde, ohne Hölle,
und ohne Sexualangst
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Horst Herrmann
In der fernöstlichen
Lebensauffassung sind das männliche und das weibliche Prinzip immer unter
dem Aspekt des Dualismus gesehen worden. Keines der beiden ist älter
als das andere, und keines der beiden ist ohne das andere denkbar. Auch eine
homosexuelle Beziehung bedeutet unter dem Aspekt von Yin und Yang liebesgeprägte
Sexualität, d.h. eine homosexuelle Beziehung ist unter dem Aspekt der
Hingabe genauso göttlich wie eine heterosexuelle. Das Ziel jeder erotischen
Vereinigung ist immer das Verschmelzen ins Grenzenlose, ins Unbedingte, ins
Eigenschaftslose, d.h. in den Uranfang, den Ursprung von Yin und Yang. In
dieser Gemeinsamkeit können die beiden Partner zurückkehren in den
göttlichen Ursprung, aus dem noch vor der Zeit alles war und ist.
Auf dieser Basis sehen die großen asiatischen Religionen, d.h. der Taoismus,
der Buddhismus, der Hinduismus und (ich betone dies ausdrücklich) auch
die jüdische Religion die Beziehung zwischen den beiden Geschlechtern.
Erst mit der Sexualfeindlichkeit des Christentums, wobei diese erst mit Paulus
in das Christentum einströmte, war es möglich geworden, etwas zu
erhalten, unter dem im Abendland Krieg, Mord und sexuelle Unterdrückung
erst entstehen konnten. Es wird die Aufgabe sein, ein harmonisches Gleichgewicht
zwischen Yin und Yang anzustreben.
Der Autor ist promovierter Frauenarzt (*1932).
Hubertus J.
Buchheit: Erotische Beziehungen unter dem Aspekt von Yin und Yang, Münster
2005, ISBN 3-933060-20-6, Farbcover, br., 242 S. + 16 Abbildungstafeln, EUR
24,60
Jakob Kandlbinder
Halbstark
und cool
Ausgewählte Jugendkulturen seit den 1950er Jahren
Dieses
Buch widmet sich der Ausdifferenzierungen und Pluralisierungen von Jugendkulturen,
deren gesellschaftliche Entstehungsbedingungen und die Wesensmerkmale bzw.
die Gemeinsamkeiten der jeweiligen Mitglieder im Denken und Handeln erkundet
werden. Es beleuchtet die historisch-gesellschaftlichen Ursprünge und
kulturellen Trends.
Schließlich analysiert es deren Wandlungs- und Veränderungsprozesse
der vergangenen 50 Jahre, denn die Jugend bzw. Jugendkulturen der Gegenwart
unterscheiden sich, obgleich (oder gerade weil) sie ihren Ursprung in den
50er und 60er Jahren haben, mittlerweile in vielen Aspekten deutlich von ihren
damaligen Anfängen.
Jakob Kandlbinder: Halbstark und cool - Ausgewählte
Jugendkulturen seit den 1950er Jahren, Münster 2005 (2. Aufl.), (Dipl.-Arbeit
2003), Farbcover, br., Bibliogr., ISBN 3-933060-18-4, 120 S., EUR 12,-
Markus Lai
Gemeinsame Altersfreigabe von Horrorfilmen in Europa:
Fiktion oder Wirklichkeit?
Der Autor analysiert u.a. die unterschiedlichen Altersfreigaberegeln von Horror-filmen im europäischen Vergleich. Eine zentrale Frage dabei ist, warum es solche Filme in Deutschland besonders schwer haben, eine vernünftige Freigabe zu erhalten, während sie in anderen Ländern wie z.B. den Niederlanden, Österreich oder Italien ohne Schnitte, Verbote oder Indizierungen veröffentlicht werden können. Bei dieser Studie handelt es sich um eine kommunikations-wissenschaftliche Diplomarbeit der PH Freiburg, 2005.
Markus Lai: Gemeinsame Altersfreigabe von Horrorfilmen in Europa: Fiktion oder Wirklichkeit?; Münster 2006 (2. Aufl.), 145 S., br., Farbcover, Bibliogr., ISBN 3-933060-17-6, EUR 15,-
Roland Seim (Hg.)
"Mein
Milieu meisterte mich nicht"
Festschrift Horst Herrmann
Die Festschrift zum 65. Geburtstag und zur Emeritierung des
renommierten Kirchenkritikers und Soziologen Prof. Dr. Horst Herrmann (Münster)
versammelt zahlreiche Beiträge von namhaften Autoren vor allem zu religionskritischen
und soziologischen Themen:
- Von Sinn, Moral und
Glück
- Von real existierender Religion
- Vom Schauen auf Menschen und auf Zeiten
- Vom rechten Handeln
- Von armen Menschen und von armen Tieren
- Vom Schreiben, vom Essen und vom Altern
Das Schaffen des Theologen
und Soziologen Horst Herrmann, dessen Werk als Forscher und Lehrer diese Festschrift
gewidmet ist, weist eine ungewöhnliche Bandbreite auf. Dementsprechend
sind die Beiträge breit gefächert.
Hochkarätige Autorinnen und Autoren (z. B. Karlheinz Deschner, Thomas
Hoeren, Hubertus Mynarek, Karin Priester, H.-J. Krysmanski u.a.) aus verschiedenen
Fachgebieten und Lebenskreisen haben sich zusammengetan, den Freund und Weggefährten
zu ehren. Die Diskussion um die angesprochenen Themen voranzutreiben, ist
das gemeinsame Ziel.
Roland Seim (Hg.):
"Mein Milieu meisterte mich nicht" - Festschrift Horst Herrmann,
Münster 2005, kt., Farbcover, 392 S., ISBN 3-933060-19-2, mit Schriftenverzeichnis
und einigen Abb., EUR 24,80
Philip Akoto
"Menschenverachtende
Untergrundmusik?"
Todesfaszination zwischen Entertainment
und Rebellion
am Beispiel von Gothic-, Metal- und Industrialmusik
Gothic -,
Metal- und Industrialmusiker haben eine große Gemeinsamkeit: Sie alle
hantieren viel und gern mit der Ästhetik des Grauens, besingen Tod, Gewalt
und Mystizismus und vertonen mehr oder weniger imaginäre Horrorszenarien.
Dies treibt erklärte Gegner aus Politik, Theologie und Pädagogik
traditionell auf die Barrikaden. Für sie handeltet es sich um pietätlose
Effekthascherei: sowohl geschmack- als auch inhaltslos. Fans und Musiker hingegen
fühlen sich missverstanden und zu Unrecht verteufelt.
Haben diese Musikszenen tatsächlich mehr zu bieten als "menschenverachtende
Untergrundmusik" (Zitat Funny van Dannen)?
Von Subkultur ist die Rede. Was für die einen Ausdruck einer subversiven Rebellion darstellt, ist für die anderen eine verbannenswerte jugendliche Unterkultur. Doch was steckt tatsächlich dahinter? Was kann man in diesem Kontext überhaupt unter Subkultur verstehen?
Das
Buch beschäftigt sich einerseits mit der Problematik des Subkulturbegriffs
im Zusammenhang mit zeitgenössischer Popkultur, und zeigt andererseits
anhand von Interviews und Statements führender Persönlichkeiten
der einzelnen Musikszenen aus der Genre-Presse, in wie fern gängige Ästhetisierungsstrategien
heute noch subversiven Geist verkörpern, oder in wie weit man tatsächlich
von geistloser Affirmation sprechen kann.
Gegliedert nach den einzelnen Subgenres wie Thrash-, Death- oder Black Metal
beleuchten einige Beispiele das Selbstverständnis der Musikschaffenden
sowie das ihrer jeweiligen Szene. Dabei werden sowohl spezifische Unterschiede
als auch gemeinsame Wurzeln und ästhetische Vorbilder aus Kunst und Literatur
berücksichtigt.
Diese
Magisterarbeit wurde von Prof. Dr. Karin Priester (Institut für Soziologie
der Universität Münster) betreut und erhielt 2005 die Note "sehr
gut".
Philip Akoto: "Menschenverachtende
Untergrundmusik?", Münster
2007, 2. Aufl., 120 S., 17 Sw- und 32 Farbabb., br., Bibliographie, Farbcover,
ISBN 3-933060-21-4 (ISBN-13: 978-3-933060-21-1), EUR 13,80
Hermann Hebert
Verlieben
- Lieben - Entlieben heute
Eine
soziologische Untersuchung anhand von
ausgewählter belletristischer Literatur
Wie und wodurch entstehen, gedeihen und zerbrechen - soziologisch gesehen - heute und in unserem Kulturkreis heterosexuelle Paarbeziehungen in ausgewählten Werken der belletristischen Literatur?
Die sieben als Untersuchungsmaterial dienenden Romane geben auf diese Ausgangsfrage sehr unterschiedliche Antworten. Insgesamt können sich die Theorien' der Romanautoren von der Wirklichkeit aber mit denen der soziologischen Wissenschaft durchaus messen.
Das Fazit von Literaten und Soziologen lautet gleichermaßen: Anders als früher, als Dritte und übergeordnete Instanzen noch mitzureden hatten, befinden heute die Akteure von Liebesbeziehungen weitgehend selber und allein darüber, ob sie sich aufeinander einlassen, wie sie ihre Beziehung gestalten und ob, gegebenenfalls wie lange sie diese aufrecht erhalten.
Die Hindernisse, die früher einer Liebe um ihrer selbst willen im Wege standen (unangemessener Stand, unangemessene Schicht, Familie, Vermögensverhältnisse, Religionszugehörigkeit, Bildung, Hautfarbe, unangemessener Beruf, unangemessenes Alter etc.) sind auch heute nicht beseitigt. Ob solche Hindernisse bestehen und welche Bedeutung man ihnen für das Eingehen oder Nichteingehen einer Beziehung beimisst, entscheiden heute anders als früher nicht Dritte, die in solchen Dingen das Sagen hatten und davon auch Gebrauch gemacht haben, auch nicht mehr Institutionen, die dabei ein gehöriges Wörtchen mitzureden hatten, wie Familienverbände, Zünfte, die Kirchen oder der Staat, sondern die Akteure von Liebesbeziehungen selber.
Hermann Hebert: Verlieben - Lieben - Entlieben heute.
Eine soziologische Untersuchung anhand von ausgewählter belletristischer
Literatur, Münster 2007, zugl. Diss. phil. ("magna cum laude"),
Univ. Münster 2006, 320 S., Bibl., br., ISBN-13/EAN: 978-3-933060-22-8,
EUR 19,80
Mark Westphal
Medienwissenschaftliche Theorien in ihrer praktischen Anwendung
Untersuchung
ausgewählter Entscheidungen der
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien
hinsichtlich medienwissenschaftlicher Argumentationsmuster
Mit jeder Einführung
eines neuen Mediums, seien es der Buchdruck, die ersten Filme, Comic-Hefte,
Computerspiele oder das Internet, erhoben sich stets kritische Stimmen, die
vor einem Verfall der Moral warnten und die dem jeweiligen Medium ein Gefährdungspotential
unterstellten.
Auch in heutiger Zeit werden Sündenböcke gesucht, wenn es um eine vermeintliche Verrohung der Jugend geht. Wie schon vor hundert Jahren werden die Medien - heutzutage vor allem die Computerspiele - als das vermeintlich „Böse“ dargestellt, das vor allem auf junge Menschen seine negative Wirkung ausübt.
Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die Arbeitsweise der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) und stellt Erkenntnisse der Medienforschung dar, die in die Arbeit des staatlichen Jugendmedienschutzes einfließen.
Es wird unter anderem die Frage erörtert, ob der deutsche Jugendmedienschutz in seiner Praxis Wirkung zeigt, oder ob Änderungen bzw. Erweiterungen nötig erscheinen, die den bestehenden Jugendmedienschutz noch wirksamer gestalten können.
In diesem Buch werden dazu einzelne historische und aktuelle Entscheidungen der Bundesprüfstelle sowie die den Entscheidungen zugrunde liegenden medienwissenschaftlichen Theorien untersucht und diskutiert.
Mark Westphal: Medienwissenschaftliche Theorien in ihrer praktischen Anwendung.
Untersuchung ausgewählter Entscheidungen der Bundesprüfstelle für
jugendgefährdende Medien hinsichtlich medienwissenschaftlicher Argumentationsmuster,
Münster 2008, zugl. Dipl.-Arbeit, Univ. Oldenburg 2007, 154 S., Bibl.,
br., ISBN-13/EAN: 978-3-933060-27-3, EUR 19,80
Christa Thien
Der andere und der bessere Deutsche
Über
die Rezeption der Wiedervereinigung in Filmen und Serien
im Fernsehen in den frühen 90er Jahren
Dieses Buch
beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von Wende und Wiedervereinigung
in den fiktionalen Erzählformen des Fernsehens und der damit verbundenen
Ausdeutung der historischen Ereignisse.
Die zentralen Fragen lauten: Wie wurde der Stoff dramatisiert, welche Motive
durchziehen ihn leitbildartig, und mit welchem Bewusstsein der Wende wurden
die Figuren ausgestattet?
Untersucht werden Erzählmuster und Denkfiguren, an welchen die Erwartungen
abzulesen sind, die in den frühen Jahren der Nachwende an die gemeinsame
Identität von Ost und West herangetragen wurden. Dabei zeigt sich, dass
vor allem das Eigenbild der Westdeutschen und die aus einer bereits vorhandenen
Aufarbeitungskultur heraus entwickelten Ansätze und Überlegungen
— das Lernen aus der Geschichte — die Rezeption maßgeblich geprägt
und dieser ihre pädagogische Hand-schrift verliehen haben.
Im ersten Hauptkapitel der Arbeit wird anhand ausgewählter Beispiele
das Genre der Vereinigungskomödie näher betrachtet und der Frage
nachgespürt, was die frühe Rezeption humoristisch beflügelt
hat. Im zweiten Hauptkapitel stehen die Serien wie „Lindenstraße“ im
Mittelpunkt, die allerdings vorwiegend ein düster lehrhaftes Bild des
Ostens malen. Im dritten Kapitel wird eine Typologie ostdeutscher Figuren
entworfen; das vierte Kapitel gibt schließlich einen Überblick
über die zentralen Themen, die das öffentliche Meinungsbild beherrscht
haben. Die im Einzelnen besprochenen Film-beispiele sind im Anhang schriftlich
fixiert.
In methodischer Hinsicht versteht sich diese germanistische Dissertation weniger
als filmästhetische Betrachtung, sondern sucht vielmehr einen ideengeschichtlichen
Zugang vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Diskussion um das Geschichtsverständnis
der Deutschen. Ob und wie auch die Wiedervereinigung "bewältigt"
wurde und welchen Beitrag die im Fernsehen erzählten Geschichten dazu
geleistet haben, ist daher der Kerngedanke, mit dem sich die Autorin auseinandersetzt.
Christa
Thien: Der andere und der bessere Deutsche. Über die Rezeption der Wiedervereinigung
in Filmen und Serien im Fernsehen in den frühen 90er Jahren; Münster
2008, zugl. Diss. phil., Univ. Münster 2007, br., 530 S., 4 Sw-Abb.,
Farbcover, Bibl., ISBN-13/EAN: 978-3-933060-28-0, EUR 39,80
Thomas Mania / Rock'n'Popmuseum (Hrsg.)
On the Road
Unterwegssein - ein Mythos der Popkultur
Folks, Hippies,
Rocker, durchgeknallte Trucker, alle sind sie unterwegs auf der Suche
nach sich selbst, einem Abenteuer oder auch nur dem One-Night-Stand. Die Versprechungen
der Straße sind vielfältig, gleichzeitig Chance aber auch Gefahr.
Waren Musiker wie Woody Guthrie, ausgestattet mit einer gehörigen Portion
Entdeckergeist, eher aus wirtschaftlicher Not unterwegs, so gehört die
Reise zum Guru nach Indien in den schrill-bunten Jahren der Hippies bereits
zum korrekten Lebensentwurf.
Unterwegssein bedeutet den Gegenentwurf zur bürgerlichen, in sich selbst ruhenden Sesshaftigkeit. Wer sich on the road begibt, den umweht der Hauch des Rebellen. In Amerika geboren, transportiert die Popkultur den Mythos vom Unterwegssein des Individualisten über den Atlantik. Hier hinterlässt er zunächst deutliche Spuren in der Jugendkultur mit lang angelegter Sprengkraft für die bundesdeutsche Gesellschaft. Individualität, Flexibilität und Mobilität in sozialer und physischer Hinsicht haben in heutigen Zeiten unser Zusammenleben tiefgreifend verändert.
Das Begleitbuch zur Ausstellung des rocknpopmuseum On the Road. Unterwegssein ein Mythos der Popkultur beschäftigt sich mit den zahlreichen Facetten dieses komplexen Themenbereiches, wie sie sich im Film, der Literatur und natürlich auch der Musik niederschlagen. Renommierte Fachautoren geben tiefen Einblick in die Geschichte und die Bedeutung von Klischees, Imageaufbau und auch Skurrilitäten wie den Ruf nach Freiheit im sozialistischen Zwangssystem der DDR. Ihre Beiträge hauchen der Faszination Straße Leben ein, in ihren Worten wird der Mythos lebendig: being on the road - moving - is the closest thing to being free (Willie Nelson, Country-Legende).
Die durch den Ministerpräsidenten des Landes NRW geförderte Ausstellung läuft noch bis Ende Januar 2009 im RPM in Gronau.
Thomas Mania (Hrsg.): On the Road. Unterwegssein - ein Mythos der Popkultur; Münster 2008, 282 S., 21x21 cm, 800g, über 200 Farb- & Sw-Abb., Farbcover, br., ISBN-13/EAN: 978-3-933060-24-2, EUR 19,95
Merle Mulder
Straight Edge:
Subkultur, Ideologie, Lebensstil?
Don´t drink / Don´t smoke / Don´t fuck
/ At least I can fucking think, sang Ian MacKaye, Frontmann der Washingtoner
Band Minor Threat, 1981 in seinem Song Out of Step (with the World)
und sprach damit nicht nur vielen jugendlichen Altersgenossen aus der Seele,
sondern formulierte auch die Grundgedanken eines Phänomens, das sich
mehr als 25 Jahre später auf inzwischen allen Kontinenten der Erde wiederfinden
lässt: Straight Edge.
Vor allem die Zurückweisung von Alkohol, Tabak, Drogen und Promiskuität,
der Wunsch nach Kontrolle über den eigenen Körper und Geist, eine
positive Grundeinstellung und die Liebe zur Musik zeichneten Straight Edge
insb. in seiner Anfangszeit aus.
Im wissenschaftlichen Diskurs ist Straight Edge bisher weitestgehend unbeachtet
geblieben. So wurde auch die grundlegendste Frage bislang außer Acht
gelassen: Was ist Straight Edge überhaupt? Und damit ist nicht nur die
Frage nach den Inhalten oder einer Definition von Straight Edge gemeint, sondern
auch die Frage nach einer sinnvollen theoretischen Einordnung.
So soll das bisher Versäumte in der vorliegenden Arbeit nachgeholt werden.
Hierfür wurden die am häufigsten verwendeten Begriffe in Zusammenhang
mit Straight Edge ausgewählt: Subkultur, Lebensstil
und Ideologie.
Welche Konzepte stecken hinter diesen Kategorisierungen und sind sie überhaupt
geeignet, um ein Phänomen wie Straight Edge angemessen zu erfassen? Straight
Edge: Subkultur, Ideologie, Lebensstil? bietet nicht nur eine ausführliche
Darstellung des Phänomens Straight Edge, sondern auch eine umfangreiche
und dennoch kompakte Einführung in die wichtigsten Subkultur-, Ideologie-
und Lebensstilansätze.
Merle Mulder: Straight Edge: Subkultur, Ideologie, Lebensstil? Münster 2009, 172 S., 5 Tabellen, Farbcover, br., ISBN-13/EAN: 978-3-933060-29-7, EUR 18,90
Andreas Meier
Tabubrüche in der Musik
Über
den Zusammenhang zwischen gezielten Tabubrüchen
und dem Käuferverhalten in der Musikbranche
Musik ist in der heutigen Zeit, wie auch schon vor Jahren, ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Blickt man auf die Musikgeschichte zurück, so muss man feststellen, dass diese Geschichte von einem Merkmal immer wieder geprägt wird: Von Tabubrüchen.
Wie auch immer man einen Tabubruch definiert, kann man seine Geschichte in der Musik weit zurückverfolgen. Schon Mozart schrieb ein Werk wie Leck mich im Arsch. Auch die Beatles geizten nicht mit tabubrechenden Inhalten. Johnny Cash, Jimi Hendrix, Rolling Stones, Alice Cooper machten es auch. Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen. Auch heute gibt es immer wieder Tabubrüche. Die neuesten Ableger sind wohl Sido, Bushido und die neue Generation des deutschen Gangsta-Rap. Dieses Buch setzt sich mit dem Thema Tabubrüche, insbesondere unter der Voraussetzung, dass diese gezielt erfolgen, auseinander. Was macht Tabubrüche so faszinierend und so einzigartig, dass kaum ein Künstler um sie herum kommt?
Die vorliegende Untersuchung löst das Phänomen des Tabubruchs aus der emotionalen und affektiven Wahrnehmungsebene und führt es einer wissenschaftlichen und differenzierten Betrachtung zu. Dem Autor gelingt es dabei sehr anschaulich, das Phänomen der Tabubrüche in seinen vielfältigen Wirkmechanismen zunächst in einem historischen Kontext zu relativieren und es gleichzeitig aus der Sicht des Marktgeschehens mit seinen Implikationen für das Konsumentenverhalten zu betrachten. Prof. Dr. Christoph Brake im Geleitwort.
Andreas Meier: Tabubrüche in der Musik; Münster 2009, 150 S., Abb. und Tab., Farbcover, br., Volumenpapier, ISBN-13/EAN: 978-3-933060-30-3, EUR 19,80
Roland
Seim, Josef Spiegel (Hrsg.)
"The Sun Ain't Gonna Shine Anymore"
Tod
und Sterben in der Rockmusik
Musik ist eine besonders flüchtige Kunstform. Kaum erklungen, ist sie schon verweht. Als Symbol für die Vergänglichkeit liegt es daher nahe, sie in Verbindung mit dem Thema Tod und Sterben zu bringen. Erstaunlich ist allerdings, dass auch das populärkulturelle und vorwiegend an Jugendliche gerichtete Unterhaltungsgenre der Rockmusik sich vielfältig damit befasst. In welcher Form das in den unterschiedlichen Stilrichtungen geschah, soll dieses Buch zeigen. Vom Psychedelic Rock der 1960er Jahre über Punk, Death Metal, Gothic bis hin zu HipHop werden anhand von relevanten "Leitfossilien" markante Stationen der Rockgeschichte nachgezeichnet. Über 200 (vorwiegend kleinformatige) Farbabbildungen z.B. von themenrelevanten Plattencovern, Flyer usw. illustrieren die einzelnen Aufsätze.
Nach einer Einleitung von Josef Spiegel zeichnen weitere Texte markante Stationen der Rock- und Popgeschichte vom Ende der fünfziger Jahre bis heute anhand dieses wichtigen und häufig verwendeten Themas innerhalb der Rockmusik nach. Leitlinie ist dabei das Verhältnis von Musikgenre, Szene und Jugendbewegung auf der einen Seite und der existentiellen Erfahrung von Tod auf der anderen Seite. Deutlich wird, dass Zeitgeist, Genre und Stilart der Musik jeweils einen ganz eigenen Umgang mit dem Thema bewirkt haben. Deutlich wird auch, dass der Kosmos "Rockmusik" gerade auch jungen und jugendlichen Menschen eine umfassende und komplexe Sprache bereitstellt, mit der sie auch wesentliche und wichtige Lebensthemen in einer ihr nahen und eigenen Ausdrucksform betrachten, werten und verarbeiten können.
Die Texte wurden von (studentischen und wissenschaftlichen) Teilnehmern eines Seminares zu "Rockmusik und Todesthema" am Soziologischen Institut der Universität Münster wie Dieter Hiebing M.A. und Dominik Irtenkauf M.A. sowie von Kollegen der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen beigetragen.
Die Projektidee und ein gut Teil der Zusammenstellung stammt von Josef Spiegel (Stiftung Künstlerdorf Schöppingen). Gefördert wurden Projekt, Ausstellung und Buch vom Ministerpräsidenten des Landes NRW und vom Kreis Borken. Kooperationspartner sind das Rock'n'Popmuseum, das Institut für Soziologie der Universität Münster, der Telos Verlag und das Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Dort wird die Ausstellung 2010 gezeigt.
Diese umfangreiche Anthologie ist als Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung, die vom 1.3.-26.4.2009 im Rock'n'Popmuseum Gronau gezeigt wird, funktioniert aber auch als eigenständiger Beitrag zum Thema, der auch ohne die Schau mit Gewinn zu lesen ist.
Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.): "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" - Tod und Sterben in der Rockmusik, Münster 2009, 267 S., 185 Farb- und 30 Sw-Abb., Farbcover, br., Format: 24x19 cm, Gewicht: ca. 900 g, ISBN-13/EAN: 978-3-933060-26-6, EUR 16,80
Gerne sende ich Ihnen Rezensionsexemplare:
Telos Verlag Dr. Roland Seim M. A.
- Verlag für Kulturwissenschaft -
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